
Thema:
Die intraligamentäre Anästhesie
Referent:
L. Taubenheim, Erkrath
Termin:
Dienstag, 13. März 2012, 19:00 Uhr c.t.
Ort:
Großer Hörsaal des Ev. Jung-Stilling-Krankenhauses, Siegen
Im Anschluss an den Vortrag findet die Jahreshauptversammlung der Mitglieder statt.
Inhalt:
Die intraligamentäre Anästhesie (ILA) - die zahnärztliche Lokalanästhesie durch Injektion von Anästhetikum ins periodontale Ligament proximal dem zu behandelnden Zahn – wird seit rund 100 Jahren in der Fachliteratur beschrieben.
Medizin-technischer Fortschritt hat dieser Lokalanästhesie-Methode neue Möglichkeiten eröffnet, alternativ zur Leitungsanästhesie des N. alveolaris inferior und zur Terminalanästhesie eine Schmerzausschaltung zu erreichen.
Von der ILA wird behauptet, dass sie minimalinvasiv und Patienten schonend ist. Im Rahmen von evidenzbasierten Vergleichsstudien wurden Erkenntnisse gewonnen und bestätigt, die bei der praktischen Anwendung dieser Lokalanästhesiemethode bedacht werden sollten, um Komplikationen vorzubeugen.
Die publizierten klinischen Erkenntnisse der letzten 10 Jahre bestätigen, dass die intraligamentäre Anästhesie (ILA) – lege artis angewandt – auch bei zahnerhaltenden Therapien zu Ergebnissen führt, die denen der konventionellen Methoden der zahnärztlichen Lokalanästhesie, das heißt der Leitungs- und der Terminalanästhesie, vergleichbar sind und die ILA als eine primäre Methode der Schmerzausschaltung positioniert.
Zur Person:
Lothar Taubenheim, Jahrgang 1939, war nach Abschluss seiner Ausbildung, u. a. in Frankreich, seit 1965 in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in diversen Funktionen und Verantwortungen tätig. Als Medizinjournalist VDMJ ist er Autor oder Koautor zahlreicher Fachbücher und wissenschaftlicher Publikationen, u. a.
Bei zahnärztlichen Fortbildungsveranstaltungen ist er zu diesen Themen auch Referent und Gastdozent.